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Studie: Energieverlust als Frühindikator für Burnout

Grafik zu Burnout

Ermüdung ist mehr als ein Symptom – sie markiert den Einstieg in den Burnout-Zyklus

Wer sich dauerhaft erschöpft fühlt, könnte am Beginn eines weitverbreiteten Phänomens stehen: Burnout. Eine neue internationale Übersichtsstudie, erschienen 2025 im Fachjournal Sleep Medicine Reviews, zeigt, dass Energielosigkeit und Fatigue nicht nur Symptome, sondern zentrale Frühindikatoren für das Entstehen von Burnout darstellen.

Analyse von über 25 Ländern – branchenübergreifend

Für die systematische Übersichtsarbeit wurden internationale Studien aus den Jahren 2010 bis 2024 ausgewertet. Insgesamt flossen Daten aus mehr als 25 Ländern und verschiedensten Berufsgruppen in die Analyse ein. Besonders stark betroffen: Beschäftigte in emotional belastenden Arbeitsfeldern wie Pflege, Bildung und Sozialarbeit.

Fatigue als verlässlicher Vorbote

Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass anhaltende Müdigkeit und Energiemangel am Arbeitsplatz verlässliche Vorboten für Burnout sind – unabhängig von kulturellem Kontext oder Branche. Besonders kritisch sei es, wenn Fatigue nicht als Warnsignal erkannt, sondern durch Überstunden oder fehlende Erholungszeiten weiter verstärkt werde.

„Energy and fatigue are not merely symptoms of burnout but part of its developmental trajectory – making them crucial targets for early workplace intervention“, heißt es im Fazit der Autor:innen.

Übersetzt auf Deutsch: „Energie und Müdigkeit sind nicht bloß Symptome eines Burnouts, sondern Teil seiner Entwicklung – und daher wichtige Ziele für frühzeitige Interventionen am Arbeitsplatz.“

Risikofaktoren & Schutzmechanismen

Neben Schlafmangel, ständiger Erreichbarkeit und hoher Fremdkontrolle zählen auch mangelnde Autonomie und fehlende Anerkennung zu den Burnout-Treibern. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse: Regelmäßige Pausen, guter Schlaf und eine gesundheitsorientierte Führung können das Risiko deutlich senken.

Fazit

Burnout beginnt oft schleichend – mit Energieverlust. Die Studie zeigt: Wer Fatigue früh erkennt, kann gezielt gegensteuern. Unternehmen sind deshalb gefragt, Fatigue ernst zu nehmen – und ihre Mitarbeitenden nicht erst im Burnout zu unterstützen, sondern präventiv Energiequellen im Arbeitsalltag zu fördern.

Quelle: PubMed-Link – PMID: 40068063

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